Umweltbewertung

Wie in den verschiedenen Abschnitten bereits erläutert, bietet Accoya in jeder Phase seines Lebenszyklus überzeugende Umweltvorteile. Da wir bei Rhodia Transparenz schätzen, werden alle Behauptungen über die Nachhaltigkeit von Accoya immer anhand anerkannter Standards belegt.

Daher wird die Umweltleistung von Accoya gründlich unter Anwendung kompromissloser, führender, unabhängiger internationaler Methoden wie der Lebenszyklusanalyse (LCA gemäß ISO 14040/44) und den Umweltproduktdeklarationen (EPD gemäß ISO 14025 und EN 15804) getestet und veröffentlicht. Zusätzlich dazu bemühen wir uns, die weltweit angesehensten Umweltzeichen zu erhalten.

CO2-Fußabdruck – cradle to gate

Im Rahmen einer CO2-Fußabdrucksbewertung können die Treibhausgasemissionen (GHG) während des Lebenszyklus eines Materials gemessen und über das CO2-Äquivalent (CO2e) in Kilogramm mit alternativen Produkten verglichen werden.

Verco führte eine CO2-Fußabdrucksbewertung für Accoya-Holz in Übereinstimmung mit den Verfahrensrichtlinien des World Business Council for Sustainable Development und dem Greenhouse Gas Reporting Protocol des World Resources Institute basierend auf einem Cradle-to-Gate-Szenario (d. h. bis zum Werkstor) durch. Diese umfasst das Sourcing, das Schlagen und die Verarbeitung des Ausgangsholzes sowie den gesamten Energie- und Rohstoffverbrauch und die Abfallerzeugung in der Acetylierungsanlage von Accsys Technologies in Arnhem (Niederlande). Die Ergebnisse sind in untenstehendem Diagramm dargestellt.

Treibhausgasemissionen

(kg C02e pro m3 Material)

graph-assessment1-de

CO2-Fußabdruck – Cradle-to-Grave

Die untenstehende Zahl zeigt die Treibhausgasemissionen pro m3 Accoya-Holz aus dem Verco-Bericht, von der Technischen Universität Delft auf die reale Anwendung in einem Fensterrahmen übertragen, um Aspekte wie Materialverbrauch, Dauerhaftigkeit, Kohlenstoffbindung (gemäß den PAS 2050-Richtlinien), Instandhaltung und Recyclingszenarien während der Nutzungsphase zu berücksichtigen.   Für Einzelheiten der Berechnung beziehen Sie sich bitte auf die Ressourcen am Ende dieses Abschnitts.

Treibhausgasemissionen (Cradle-to-Grave)

(pro Fensterrahmen pro Material in kg CO2e)

graph-assessment2-de

Die Ergebnisse zeigen, dass Accoya wesentlich besser abschneidet als Metalle (Aluminium), Kunststoffe (PVC) und nicht nachhaltig gewonnenes Hartholz und mit nachhaltig gewonnenem (zertifiziertem) Hartholz gleichauf ist. Wenn lokal gewonnenes Holz für die Produktion von Accoya verwendet wird, ist es aus umwelttechnischen Gesichtspunkten die beste Wahl, wobei die besseren Leistungsmerkmale wie die verbesserte Maßhaltigkeit und UV-Beständigkeit noch nicht berücksichtigt wurden. Interessanterweise sind alle nachhaltig gewonnenen Holzalternativen einschließlich von Accoya über ihren gesamten Lebenszyklus hinweg CO2-negativ, da die bei ihrer Produktion ausgestoßenen Emissionen begrenzt sind, und es können so durch i) vorübergehende Kohlenstoffspeicherung (insbesondere im Falle einer langen Lebensdauer) und ii) Verbrennung zur Elektrizitätsgewinnung am Ende ihrer Lebensdauer Carbon Credits „verdient“ werden.

Es sollte angemerkt werden, dass der CO2-Fußabdruck den jährlichen Ertrag an erneuerbaren Materialien nicht berücksichtigt, der wie bereits erwähnt Holz – und insbesondere Accoya basierend auf Radiatakiefer – gegenüber nicht erneuerbaren Werkstoffen einen weiteren wichtigen Umweltvorteil verschafft. So ist etwa die Verfügbarkeit nachhaltig gewonnenen Merantis begrenzt, sodass das illegale Sourcing dieser langsam wachsenden Hartholzart aus tropischen Wäldern mit all seinen katastrophalen Folgen oftmals Realität ist.

Lebenszyklusbewertung (LCA) und Umweltproduktdeklaration (EPD)

Neben dem CO2-Fußabdruck sind die Lebenszyklusbewertung (LCA) gemäß ISO 14040/44 und die Umweltproduktdeklaration (EPD) gemäß ISO 14025 / EN 15804 zwei weitere verbreitete Methoden, um die Umweltauswirkungen eines Produkts zu bewerten. Zusätzlich zum Treibhauspotenzial (GWP), das im Wesentlichen ein CO2-Fußabdruck ist, berücksichtigen LCA und EPD auch Umweltauswirkungen wie beispielsweise Versauerung, Eutrophierung, Smog, Staub, Auswirkungen auf die biologische Vielfalt, Toxizität, Verarmung, Landnutzung und Abfall.   Obwohl LCA und EPD schwieriger zu überblicken sind als ein einzelner Indikator wie der CO2-Fußabdruck, erbringen sie ähnliche Ergebnisse. Beziehen Sie sich für Einzelheiten bitte auf untenstehende Ressourcen.

Zusätzliche Quellen: