Ende der Lebensdauer

Am Ende der Lebensdauer gibt es bei Accoya keine Einschränkungen. Accoya ist ein ungiftiges Produkt und somit vollständig biologisch abbaubar.

Folglich kann Accoya am Ende seiner Lebensdauer genauso gehandhabt werden wie unbehandeltes Holz (wie im KOMO-Produktzertifikat des Unternehmens dargelegt und auch von der SHR, einer Stiftung für Holzforschung in den Niederlanden, belegt). Daher passt es perfekt in die Cradle-to-Cradle-Design-Philosophie, für die es als eines nur weniger Produkte weltweit die Gold-Zertifizierung erhalten hat.

Es empfiehlt sich, dass Benutzer von Accoya-Holz am Ende von dessen Lebensdauer die „Ladder of Lansink“-Recycling-Strategie anwenden. Dieses Modell folgt im Großen und Ganzen den Richtlinien der Cradle-to-Cradle-Philosophie, um biologische und technologische Zyklen weitestmöglich zu schließen und Materialien in Anwendungen mit gleicher oder sogar höherer Wertschöpfung (Upcycling) wiederzuverwenden. Das Modell besteht aus den folgenden möglichen Abfallmanagementszenarien, bei denen Prävention die bevorzugte Option und Wegwerfen die am wenigsten favorisierte Option ist:

  1. Prävention – Abfallvermeidung
  2. Prävention – Entwicklung von Produkten, die keine schädlichen Abfallstoffe erzeugen (z. B. zu 100 % biologisch abbaubar sind)
  3. Nützliche Anwendung durch Produkt-Wiederverwendung
  4. Nützliche Anwendung durch Material-Wiederverwendung
  5. Nützliche Anwendung durch Energieerzeugung (Verbrennung)
  6. Entsorgung: durch Verbrennen
  7. Entsorgung: durch Wegwerfen/Kompostierung

 

Für eine effizientere Nutzung begrenzter Ressourcen und einen optimalen Kohlenstoffbindungseffekt empfiehlt sich,  Accoya am Ende seiner Lebensdauer in Anwendungen mit gleicher oder sogar höherer Wertschöpfung (Upcycling) wiederzuverwenden.  Die Konzipierung von Produkten/Projekten, die leicht demontiert und/oder wiederverwendet werden können, wird besonders empfohlen. Da acetylierte MDF-Platten (Tricoya) darüber hinaus anders als herkömmliche MDF-Platten als hochwertigerer Werkstoff betrachtet werden, passt die Wiederverwendung von Accoya zur Herstellung von Tricoya gut in dieses Schema. Des Weiteren wird dadurch der CO2-Senkeneffekt noch verstärkt.

Wenn ein Upcycling nicht möglich ist, kann Accoya-Holz durch Verbrennung zur Energieerzeugung verwendet werden. Da Holzprodukte im Wesentlichen gespeicherte Solarenergie sind, können sie jederzeit zur Erzeugung grüner Energie verwendet werden (sie geben nur das CO2 wieder ab, das sie während des Wachstums aufgenommen haben). Hierdurch werden durch das Verbrennen von Öl, Gas oder Kohle entstehende Emissionen eingespart, und die durch die Verwendung fossiler Brennstoffe verursachte Zerstörung von Ökosystemen wird vermieden.   Das Wilhelm-Klauditz-Forschungsinstitut (WKI) in Deutschland hat bestätigt, dass Accoya-Holz zur Energieerzeugung auf die gleiche Weise verbrannt werden kann wie unbehandeltes Holz und dass bei der Verbrennung (anders als bei Holz, das mit Metallsalzen chemisch imprägniert wurde) keine zusätzlichen giftigen Stoffe freigesetzt werden.

Beim am wenigsten favorisierten Szenario einer Kompostierung kann Accoya-Holz auf die gleiche Weise wie unbehandeltes Holz gehandhabt werden, wobei berücksichtigt werden sollte, dass dieser Prozess aufgrund der großen Dauerhaftigkeit von Accoya-Holz unter Umständen länger dauert als bei unbehandeltem Holz.

Zusätzliche Quellen: